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Stromversorger macht Probleme
(zu alt für eine Antwort)
Stefan
2017-04-18 10:02:52 UTC
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Raw Message
Hallo,

ich hätte gerne von kompetenter Seite ein paar Tips, wie man sich
sinnvollerweise verhält, wenn der Stromversorger versucht, Kosten in die
Höhe zu treiben.

Folgende Situation:

Wir vermieten ein Gebäude in dem verschiedene Gewerbebetriebe
untergebracht sind. Ein Mieter ist zum Ende letzten Jahres ausgezogen.
Aktuell laufen Um- und Rückbauten. Es werden mehrere neue Mieter
einziehen. Diese werden aber deutlich weniger Strom benötigen. An einem
der neuen Mieter bin ich selber beteiligt.

Zu dem Gebäude liefen ursprünglich 3 Kabelstränge mit jeweils 3x150A
Niederspannung.

Der Mieter, der jetzt ausgezogen ist, hat vor einigen Jahren einen 550
KVA Mittelspannungstrafo angeschafft. Wir haben mit dem Mieter
vereinbart, dass der Trafo stehen bleibt weil wir davon ausgingen, dass
es Sinn macht, diesen weiter zu betreiben.

Deshalb hatten wir im Februar ein Gespräch mit dem Stromversorger.
Bei diesem Gespräch kam heraus, dass bei dem Mittelspannungsanschluss
ein Leistungspreis von knapp 20,- € je kW anfällt. Durch den Testbetrieb
kommen da also schnell 2000,- € zusammen.

Dieser Leistungspreis fällt aber bei einem Niederspannungsanschluss nur
dann an, wenn die Gesamtstrommenge mehr als 100.000 kWh im Jahr beträgt,
wovon auszugehen ist.

Der Vertriebsmensch beim Stromversorger war ganz offensichtlich
unzufrieden damit, dass ich auf Niederspannung wechseln will.

Jetzt habe ich das Gefühl, dass man uns absichtlich auflaufen lassen
will. Nach 2 Monaten habe ich jetzt ein Angebot erhalten, demnach soll
der Rückbau auf Niederspannung ca. 9000,- € kosten. Das ist aber noch
nicht das Hauptproblem. Der Rückbau soll erst in ca. 6-8 Wochen
erfolgen, also 4 Monate nach schriftlicher Anfrage.

Was ich dabei nicht verstehe ist, folgendes:

- angeblich wurde bei der Installation des Trafos das alte Kabel, das
direkt ins Gebäude ging entfernt und ein neues Kabel vom Trafo zum
Anschluss des Stromversorgers gezogen. Der Anschluss zum Stromversorger
befindet sich in ca. 150m Entfernung.

- angeblich kann das (neue?) bestehende Kabel zum Trafo nicht für den
Niederspannungsanschluss verwendet werden. Das mag technisch richtig
sein, was ich nicht verstehe ist, warum man das alte Kabel nicht drin
gelassen hat, bzw. wieso man das nun erneut abrechnen will.

- das bestehende Kabel soll entfernt werden, es soll also nicht nur der
Trafo stillgelegt werden, es soll gleich die komplette Zuleitung
entfernt werden, vermutlich damit man später bei Wiederinbetriebnahme
des Trafos erneut ein Kabel verkaufen kann...

- für den Trafo hat man uns ca. 10.000,- € angeboten. Auf das Angebot
wollen wir aber nicht eingehen, weil durchaus die Möglichkeit besteht,
das der Trafo später wieder benötigt wird.

Mein Eindruck ist nun, dass man hier absichtlich Kosten produzieren will.

Die Beträge halten sich zwar irgendwie noch im Rahmen, aber irgendwie
komme ich mir doch ein wenig verarscht vor.
Marcel Mueller
2017-04-18 16:44:14 UTC
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Raw Message
Post by Stefan
Zu dem Gebäude liefen ursprünglich 3 Kabelstränge mit jeweils 3x150A
Niederspannung.
Der Mieter, der jetzt ausgezogen ist, hat vor einigen Jahren einen 550
KVA Mittelspannungstrafo angeschafft. Wir haben mit dem Mieter
vereinbart, dass der Trafo stehen bleibt weil wir davon ausgingen, dass
es Sinn macht, diesen weiter zu betreiben.
Deshalb hatten wir im Februar ein Gespräch mit dem Stromversorger.
Bei diesem Gespräch kam heraus, dass bei dem Mittelspannungsanschluss
ein Leistungspreis von knapp 20,- € je kW anfällt. Durch den Testbetrieb
kommen da also schnell 2000,- € zusammen.
Testbetrieb?
Post by Stefan
Dieser Leistungspreis fällt aber bei einem Niederspannungsanschluss nur
dann an, wenn die Gesamtstrommenge mehr als 100.000 kWh im Jahr beträgt,
wovon auszugehen ist.
Das sind die Entgelte für die bereitzustellende Leistung. Die kostet den
Energieversorger zuweilen deutlich mehr als die tatsächlich abgenommene
Strommenge, wenn die Abnahmeleistung stark schwankt. Bei Kleinabnehmern
wie Privathaushalten oder Büros ist das aber kaum vermittelbar, weshalb
da mit Pauschalen gearbeitet wird - faktisch die Grundgebühr.
Post by Stefan
Der Vertriebsmensch beim Stromversorger war ganz offensichtlich
unzufrieden damit, dass ich auf Niederspannung wechseln will.
Klar, da müssen die die Trafo- und höheren Leitungsverluste tragen.
Post by Stefan
Jetzt habe ich das Gefühl, dass man uns absichtlich auflaufen lassen
will. Nach 2 Monaten habe ich jetzt ein Angebot erhalten, demnach soll
der Rückbau auf Niederspannung ca. 9000,- € kosten. Das ist aber noch
nicht das Hauptproblem. Der Rückbau soll erst in ca. 6-8 Wochen
erfolgen, also 4 Monate nach schriftlicher Anfrage.
Eilig haben die es jedenfalls nicht. Aber einen neuen Anschluss legen
ist von der Tätigkeit her ja auch eher vergleichbar mit der Erschließung
eines Grundstücks als mit einem Mieterwechsel.
Post by Stefan
- angeblich wurde bei der Installation des Trafos das alte Kabel, das
direkt ins Gebäude ging entfernt und ein neues Kabel vom Trafo zum
Anschluss des Stromversorgers gezogen. Der Anschluss zum Stromversorger
befindet sich in ca. 150m Entfernung.
- angeblich kann das (neue?) bestehende Kabel zum Trafo nicht für den
Niederspannungsanschluss verwendet werden. Das mag technisch richtig
sein, was ich nicht verstehe ist, warum man das alte Kabel nicht drin
gelassen hat, bzw. wieso man das nun erneut abrechnen will.
Üblicherweise zieht man mit dem alten Kabel das neue durch.

Technisch dürfte es eine Sache von Bestimmungen und Strombelastbarkeit
sein. So eine Mittelspannungsleitung hat, wenn sie mit Niederspannung
betrieben wird ja nur noch etwa ein Zehntel der Leistung (je nach
genauer Spannung).
Post by Stefan
- das bestehende Kabel soll entfernt werden, es soll also nicht nur der
Trafo stillgelegt werden, es soll gleich die komplette Zuleitung
entfernt werden, vermutlich damit man später bei Wiederinbetriebnahme
des Trafos erneut ein Kabel verkaufen kann...
Vermutlich um das andere Kabel durchzuziehen. Außerdem muss jedes
angeschlossene Kabel auch gewartet werden.
Post by Stefan
- für den Trafo hat man uns ca. 10.000,- € angeboten. Auf das Angebot
wollen wir aber nicht eingehen, weil durchaus die Möglichkeit besteht,
das der Trafo später wieder benötigt wird.
Dann lasst ihn doch in Betrieb. Wenn da hinten Niederspannung raus
kommt, dann ist das doch genau das, was ihr braucht. Ihr müsst ja keinen
Vertrag über 500kW Bereitstellungsleistung machen. Mit einer
entsprechenden Sicherung sollte sich das doch auf eine kleinere
Anschlussleistung begrenzen lassen.
Post by Stefan
Mein Eindruck ist nun, dass man hier absichtlich Kosten produzieren will.
Die Beträge halten sich zwar irgendwie noch im Rahmen, aber irgendwie
komme ich mir doch ein wenig verarscht vor.
Schwer zu sagen. Vielleicht habt ihr auch professionell aneinander
vorbei geredet. Einer der häufigsten Fehler ist nicht zu sagen, was man
/braucht/ (also xx kW Niederspannung), sondern statt dessen, was man
sich für eine Lösung vorgestellt hat (keinen Trafo). Wenn dann der
Lösungsraum schon so unnötig eingeschränkt ist, bekommt man manchmal
auch keine gescheiten Antworten mehr.


Marcel
Dieter Wiedmann
2017-04-18 17:22:26 UTC
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Raw Message
Post by Marcel Mueller
Dann lasst ihn doch in Betrieb. Wenn da hinten Niederspannung raus
kommt, dann ist das doch genau das, was ihr braucht. Ihr müsst ja keinen
Vertrag über 500kW Bereitstellungsleistung machen. Mit einer
entsprechenden Sicherung sollte sich das doch auf eine kleinere
Anschlussleistung begrenzen lassen.
ACK, aber die Leerlaufverluste darf man bei der Kalkulation nicht
vergessen, das sind bei der Baugröße 500-1000W.


Gruß Dieter
Stefan
2017-04-18 17:59:40 UTC
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Raw Message
Post by Dieter Wiedmann
Post by Marcel Mueller
Dann lasst ihn doch in Betrieb. Wenn da hinten Niederspannung raus
kommt, dann ist das doch genau das, was ihr braucht. Ihr müsst ja keinen
Vertrag über 500kW Bereitstellungsleistung machen. Mit einer
entsprechenden Sicherung sollte sich das doch auf eine kleinere
Anschlussleistung begrenzen lassen.
ACK, aber die Leerlaufverluste darf man bei der Kalkulation nicht
vergessen, das sind bei der Baugröße 500-1000W.
Das war auch meine Schätzung, macht also schon mal 4000kWh bis 8000 kWh
pro Jahr aus, also rund 1000,- bis 2000,-

Wenn ich von 20.000 kWh pro Jahr ausgehe, kosten diese Verluste schon
mal mehr, als das, was man durch den Preisvorteil von ca. 5 Cent pro kWh
für den Strom aus dem Trafo einspart.

Wobei ich momentan davon ausgehe, dass der Stromverbrauch noch erheblich
geringer ist. Momentan gibt es praktisch nur einen Bürobetrieb und eine
Montagehalle ohne große Maschinen.

Auf der anderen Seite kostet der Umbau wohl mindesten die knapp
10.000,-€ und vieleicht ergibt sich in den nächsten 2-3 Jahren eine
Situation, wo der Trafo eh wieder benötigt wird...

Interessant wäre zu wissen, welche Vertragsvarianten es noch gibt, also
wie an anderer Stelle schon erwähnt, ob es die Möglichkeit gibt, die
Leistung kurzzeitig zu buchen um so einen günstigeren Leistungspreis zu
bekommen.

Gruß

Stefan
Stefan
2017-04-18 17:34:47 UTC
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Raw Message
Post by Marcel Mueller
Post by Stefan
Deshalb hatten wir im Februar ein Gespräch mit dem Stromversorger.
Bei diesem Gespräch kam heraus, dass bei dem Mittelspannungsanschluss
ein Leistungspreis von knapp 20,- € je kW anfällt. Durch den Testbetrieb
kommen da also schnell 2000,- € zusammen.
Testbetrieb?
Ja, wie beschrieben bin ich an einer der Firmen beteiligt. Wir bauen
dort Anlagen mit einer Anschlussleistung von bis zu 100 kW. Vor
Auslieferung soll ein 24h Testbetrieb erfolgen.

Momentan ist noch unklar, wieviele Anlagen pro Jahr raus gehen, für
dieses Jahr gehen wir erstmal von 3-4 Stück aus, entsprechend 3-4 Tests,
wobei bisher nur eine Anlage mit 100kW gebaut wird. Die anderen liegen
bei 50kW.
Post by Marcel Mueller
Üblicherweise zieht man mit dem alten Kabel das neue durch.
Ok, das war mir nicht klar. Kommt mir etwas doof vor... aber wenns nicht
anders geht...
Post by Marcel Mueller
Technisch dürfte es eine Sache von Bestimmungen und Strombelastbarkeit
sein. So eine Mittelspannungsleitung hat, wenn sie mit Niederspannung
betrieben wird ja nur noch etwa ein Zehntel der Leistung (je nach
genauer Spannung).
Ist klar
Post by Marcel Mueller
Vermutlich um das andere Kabel durchzuziehen. Außerdem muss jedes
angeschlossene Kabel auch gewartet werden.
Was muss da gewartet werden? Von mir aus können die an ihrem
Anschlusskasten die Sicherungen ziehen. Wenn dann irgendwann der Trafo
wieder in Betrieb genommen wird, steckt man die Sicherungen und gut...
Post by Marcel Mueller
Post by Stefan
- für den Trafo hat man uns ca. 10.000,- € angeboten. Auf das Angebot
wollen wir aber nicht eingehen, weil durchaus die Möglichkeit besteht,
das der Trafo später wieder benötigt wird.
Dann lasst ihn doch in Betrieb. Wenn da hinten Niederspannung raus
kommt, dann ist das doch genau das, was ihr braucht. Ihr müsst ja keinen
Vertrag über 500kW Bereitstellungsleistung machen. Mit einer
entsprechenden Sicherung sollte sich das doch auf eine kleinere
Anschlussleistung begrenzen lassen.
Wir rechnen mit einem Verbrauch im Bereich 10.000 kWh pro Jahr. So ein
Test über 24h schlägt dabei jeweils mit 24h x 100kW = 2400 kWh zu Buche.

Alternative wäre, wenn man den Leistungspreis jeweils kurzzeitig buchen
könnte. Irgendwo hab ich mal gehört, das sowas gehen soll??
Post by Marcel Mueller
Schwer zu sagen. Vielleicht habt ihr auch professionell aneinander
vorbei geredet. Einer der häufigsten Fehler ist nicht zu sagen, was man
/braucht/ (also xx kW Niederspannung), sondern statt dessen, was man
sich für eine Lösung vorgestellt hat (keinen Trafo).
Nene, ich hab schon gesagt, was wir brauchen. Wir sind auch mit der
Vorstellung zu dem Gespräch gefahren, den Trafo zu behalten. Bei dem
Gespräch kam dann aber heraus, dass der Leistungspreis nur anfällt wenn
wir den Strom über den Trafo beziehen.


Gruß

Stefan
Rolf Bombach
2017-04-18 22:01:38 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marcel Mueller
Post by Stefan
Deshalb hatten wir im Februar ein Gespräch mit dem Stromversorger.
Bei diesem Gespräch kam heraus, dass bei dem Mittelspannungsanschluss
ein Leistungspreis von knapp 20,- € je kW anfällt. Durch den Testbetrieb
kommen da also schnell 2000,- € zusammen.
Testbetrieb?
Ja, wie beschrieben bin ich an einer der Firmen beteiligt. Wir bauen dort Anlagen mit einer Anschlussleistung von bis zu 100 kW. Vor Auslieferung soll ein 24h Testbetrieb erfolgen.
Momentan ist noch unklar, wieviele Anlagen pro Jahr raus gehen, für dieses Jahr gehen wir erstmal von 3-4 Stück aus, entsprechend 3-4 Tests, wobei bisher nur eine Anlage mit 100kW gebaut wird. Die
anderen liegen bei 50kW.
Das bizarre bei solchen Situationen ist, dass es manchmal günstiger wäre,
wenn man 3x im Jahr für einen Tag einen Dieselgenerator mieten würde.
Aber jede Wette, da kommt dann wieder so ein Umweltheini...
--
mfg Rolf Bombach
Werner Holtfreter
2017-04-18 22:24:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Rolf Bombach
Das bizarre bei solchen Situationen ist, dass es manchmal
günstiger wäre, wenn man 3x im Jahr für einen Tag einen
Dieselgenerator mieten würde.
Ja, scheint so zu sein. Ich sah hier einen Zirkus, der auf einem
Volksfestplatz mit mehr als ausreichend vorhandener
Niederspannungsversorgung sein eigenes Dieselaggregat laufen ließ.
--
Gruß Werner

http://vera-lengsfeld.de/2017/03/12/viele-viele-bunte-einzelfaelle
gunther nanonüm
2017-04-19 19:47:58 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Werner Holtfreter
Ja, scheint so zu sein. Ich sah hier einen Zirkus, der auf einem
Volksfestplatz mit mehr als ausreichend vorhandener
Niederspannungsversorgung sein eigenes Dieselaggregat laufen ließ.
Hi,
nicht die Sicherheit aka Erdung vergessen. Zelte mit Drahtseilgerüst und
Metallpfosten locken Blitze an, und es gibt Lichterketten quer übern Platz.
Da ist der eigene Generator samt Schaltwagen sicherer, zumal man den "uffs
Dorf" eh braucht.

Dagegen Kirmes-Fahrgeschäfte stehen fest und können ihre
Mittelspannungskabeltrasse vor drauftrampeln und drüberfahren gut schützen.


--
mfg,
guntHer
Werner Holtfreter
2017-04-19 21:54:00 UTC
Permalink
Raw Message
Post by gunther nanonüm
Dagegen Kirmes-Fahrgeschäfte stehen fest und können ihre
Mittelspannungskabeltrasse vor drauftrampeln und drüberfahren gut schützen.
Mittelspannung gibt es auf diesem großen Festplatz dank mehrerer
Trafostationen auch. Aber dass die Fahrgeschäfte mit Mittelspannung
versorgt werden, würde mich doch sehr erstaunen.
--
Gruß Werner

http://vera-lengsfeld.de/2017/03/12/viele-viele-bunte-einzelfaelle
gunther nanonüm
2017-04-19 23:28:16 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Werner Holtfreter
Trafostationen auch. Aber dass die Fahrgeschäfte mit Mittelspannung
versorgt werden, würde mich doch sehr erstaunen.
Hi,
transportabler Trafo. Sind ja nicht alles Geisterbahnen, manche "fahren" im
MW-Bereich.
Und da soll ja die Strassenbeleuchtung nicht mitflackern.
https://de.wikipedia.org/wiki/Frisbee_%28Fahrgesch%C3%A4ft%29
https://de.wikipedia.org/wiki/Typhoon_%28Fahrgesch%C3%A4ft%29

da gehen schonmal gut 400A durch die Leitung, wer wollte soein Kabel quer
übern Platz legen?

--
mfg,
guntHer
Martin Gerdes
2017-04-21 13:05:23 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Werner Holtfreter
Post by Rolf Bombach
Das bizarre bei solchen Situationen ist, dass es manchmal
günstiger wäre, wenn man 3x im Jahr für einen Tag einen
Dieselgenerator mieten würde.
Ja, scheint so zu sein. Ich sah hier einen Zirkus, der auf einem
Volksfestplatz mit mehr als ausreichend vorhandener
Niederspannungsversorgung sein eigenes Dieselaggregat laufen ließ.
Angesichts der Anschluß- und Verbrauchspreise für Strom auf Volksfesten
war das möglicherweise billiger als der Strombezug vom lokalen
Stromversorger.

Wolfgang Martens
2017-04-18 23:07:09 UTC
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Raw Message
Post by Stefan
Wir rechnen mit einem Verbrauch im Bereich 10.000 kWh pro Jahr. So
ein Test über 24h schlägt dabei jeweils mit 24h x 100kW = 2400 kWh
zu Buche.
Aufpassen ab welchem Jahresverbrauch bei gewerblichen Abnehmern ein
15Min Spitzenlastzähler installiert wird. Je nach Tarifdetails kann
dann der Leistungspreis für die Spitzenlast teuer werden!
Deshalb könnte die Idee mit dem Leihgenerator rentabel sein.

mfG Wolfgang Martens
Stefan
2017-04-19 04:54:30 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Wolfgang Martens
Post by Stefan
Wir rechnen mit einem Verbrauch im Bereich 10.000 kWh pro Jahr. So
ein Test über 24h schlägt dabei jeweils mit 24h x 100kW = 2400 kWh
zu Buche.
Aufpassen ab welchem Jahresverbrauch bei gewerblichen Abnehmern ein
15Min Spitzenlastzähler installiert wird. Je nach Tarifdetails kann dann
der Leistungspreis für die Spitzenlast teuer werden!
Deshalb könnte die Idee mit dem Leihgenerator rentabel sein.
mfG Wolfgang Martens
Das war ja genau das Thema.

Mein Informationsstand ist momentan folgender:

Niederspannungsanschluss: ab einem Stromverbrauch von 100.000 kWh fällt
ein Leistungspreis an

Mittelspannungsanschluss: ab der ersten kWh fällt ein Leistungspreis von
knapp 20,- € je kW Spitzenlast an

Das soll laut Auskunft des Stromversorgers gesetzlich so geregelt sein.

Das Gebäude hatte ursprünglich (BJ 2001) drei Stück 3x150A
Niederspannungsanschlüsse. Jeweils an den Seiten des Gebäudes und einmal
in der Mitte. Zwei sind noch vorhanden, der dritte wurde abgebaut und
durch den Mittelspannungsanschluss mit 550 kVA Trafostation ersetzt. Der
Trafo steht draußen. Ins Gebäude geht eine Niederspannungsleitung. Ich
hab auch schon überlegt, den noch vorhandenen mittleren Anschluss
verlängern zu lassen. Da hängt nur ein Bürobetrieb dran. Leitungslänge
wäre ca. 50 Meter.
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