Discussion:
Installationsmaterial zur Wand hin offen/geschlossen
(zu alt für eine Antwort)
Werner Holtfreter
2017-03-31 09:30:00 UTC
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Hallo,

früher war Installationsmaterial wie Steckdosen, Schalter und
Sicherungsverteiler für trockene Räume zur Wand hin offen.

Ich wüsste gern einen sachlichen Grund dafür, dass heute alles
geschlossen sein muss.
--
Gruß Werner

http://vera-lengsfeld.de/2017/03/12/viele-viele-bunte-einzelfaelle
kay
2017-03-31 15:51:03 UTC
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Post by Werner Holtfreter
Hallo,
früher war Installationsmaterial wie Steckdosen, Schalter und
Sicherungsverteiler für trockene Räume zur Wand hin offen.
Du meinst sicher nur Aufputz-Material das NICHT Feuchtraum-Bauart hatte.

Z.b. AP-Verteiler die nur aus zwei Vertikalen Metallstreben bestanden
plus Hutschienen und PE/N? Oder Schalter die direkt auf die Wand
geschraubt wurden und nur eine Abdeck-haube hatten.
Post by Werner Holtfreter
Ich wüsste gern einen sachlichen Grund dafür, dass heute alles
geschlossen sein muss.
Verbesserter Brandschutz. Denke ich mal. Logisch wäre das die
Vorschriften verschärft wurden und das Material demzufolge verändert
werden musste.

Gibt es die Einfachen AP-Schalter/Steckdosen (s.o.) wirklich nicht mehr?
IMHO findet man so was noch in Katalogen zu kaufen...

Kay
--
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Werner Holtfreter
2017-03-31 22:02:32 UTC
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Post by kay
Post by Werner Holtfreter
früher war Installationsmaterial wie Steckdosen, Schalter und
Sicherungsverteiler für trockene Räume zur Wand hin offen.
Du meinst sicher nur Aufputz-Material das NICHT Feuchtraum-Bauart hatte.
Ja, steht doch da: Für trockene Räume.
Post by kay
Post by Werner Holtfreter
Ich wüsste gern einen sachlichen Grund dafür, dass heute alles
geschlossen sein muss.
Verbesserter Brandschutz. Denke ich mal. Logisch wäre das die
Vorschriften verschärft wurden und das Material demzufolge
verändert werden musste.
Es geht bei meiner Frage darum, warum die Vorschrift verschärft
wurde. Dafür sollte es ja eigentlich einen nachvollziehbaren Grund
geben.

Verbesserter Brandschutz käme nur bei brennbaren Wänden in Betracht.
Und selbst da kann ich nicht erkennen, worin der Vorteil liegt,
wenn zunächst die rückwärtige Plastikwand und anschließend das Holz
gezündet wird.
--
Gruß Werner

http://vera-lengsfeld.de/2017/03/12/viele-viele-bunte-einzelfaelle
gunther nanonüm
2017-03-31 23:24:01 UTC
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Post by Werner Holtfreter
Verbesserter Brandschutz käme nur bei brennbaren Wänden in Betracht.
Und selbst da kann ich nicht erkennen, worin der Vorteil liegt,
Hi,
Gleitwert, i presume. Kabelisolierungen und Drähte sollen sich nicht am
Beton abstoßen. Wimre gibts Modelle mit Sollbrechlöchern auch nach hinten.

--
mfg,
guntHer
Georg Wieser
2017-04-01 06:40:31 UTC
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Post by Werner Holtfreter
Post by kay
Post by Werner Holtfreter
früher war Installationsmaterial wie Steckdosen, Schalter und
Sicherungsverteiler für trockene Räume zur Wand hin offen.
Du meinst sicher nur Aufputz-Material das NICHT Feuchtraum-Bauart hatte.
Ja, steht doch da: Für trockene Räume.
Post by kay
Post by Werner Holtfreter
Ich wüsste gern einen sachlichen Grund dafür, dass heute alles
geschlossen sein muss.
Verbesserter Brandschutz. Denke ich mal. Logisch wäre das die
Vorschriften verschärft wurden und das Material demzufolge
verändert werden musste.
Es geht bei meiner Frage darum, warum die Vorschrift verschärft
wurde. Dafür sollte es ja eigentlich einen nachvollziehbaren Grund
geben.
Verbesserter Brandschutz käme nur bei brennbaren Wänden in Betracht.
Und selbst da kann ich nicht erkennen, worin der Vorteil liegt,
wenn zunächst die rückwärtige Plastikwand und anschließend das Holz
gezündet wird.
Erstens weiß der HErsteller ja nicht, wo Du das Ding hinschraubst und
zweitens brennt da so leicht nix. Das Zeug ist erstaunlich resistent.
Alles was ich bisher so gesehen habe hat eher Brände verhindert.

Ja, wenn Du es in den Ofen wirfst verbrennt es ich weiß.
Gerald Oppen
2017-04-02 12:14:08 UTC
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Post by Werner Holtfreter
Hallo,
früher war Installationsmaterial wie Steckdosen, Schalter und
Sicherungsverteiler für trockene Räume zur Wand hin offen.
Ich wüsste gern einen sachlichen Grund dafür, dass heute alles
geschlossen sein muss.
Z.b. weil eine Wand immer mal feucht sein kann - Wasserrohrbruch im
Stock darüber, angebohrte Leitung.

Oder die Wand wird mürbe und die Befestigung an der Wand löst sich.
im geschlossenen Gehäuse ist das dann immer noch sicher während sonst
spannungsführende Teile offen liegen könnten.

Oder Ungeziefer findet einen Weg sich einzunisten...


Gerald
Ulrich
2017-04-06 05:11:26 UTC
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Post by Werner Holtfreter
Hallo,
früher war Installationsmaterial wie Steckdosen, Schalter und
Sicherungsverteiler für trockene Räume zur Wand hin offen.
Ich wüsste gern einen sachlichen Grund dafür, dass heute alles
geschlossen sein muss.
Das "muss" kann ich nicht beantworten, aber für die Verarbeitung ist es
einfacher.
Doppel- oder Dreifachdosen werden gesteckt und der Abstand stimmt auf
1mm auch nach dem eingipsen. Auch Einfachdosen bleiben rund.
Ohne Rückwand wäre die passgenaue Verarbeitung mit dem dünnen Plastik
schwierig.
Ulrich
Axel Berger
2017-04-06 07:25:41 UTC
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Post by Ulrich
Doppel- oder Dreifachdosen werden gesteckt
Auch Einfachdosen bleiben rund.
Du sprichst von den Plastikbechern, die beim Rohbau in die Wand kommen.
Werner meint aber die Steckdosen und Schalter selbst, die später dort
eingesetzt werden.
--
/¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de
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kay
2017-04-06 09:41:06 UTC
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Post by Axel Berger
Post by Ulrich
Doppel- oder Dreifachdosen werden gesteckt
Auch Einfachdosen bleiben rund.
Du sprichst von den Plastikbechern, die beim Rohbau in die Wand kommen.
Werner meint aber die Steckdosen und Schalter selbst, die später dort
eingesetzt werden.
Ich meine er bezog sich in der Hauptsache auf Aufputz-Materialien. Ihr
seid in der UP-Abteilung gelandet. Ist zwar auch für Trockene Räume aber
ich verstand sein OP und Antwort auf meinen Post nicht dahingehend.

Kay
--
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Werner Holtfreter
2017-04-06 10:16:46 UTC
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Post by kay
Ich meine er bezog sich in der Hauptsache auf Aufputz-Materialien.
So ist es. Einen überzeugenden Grund hat bisher keiner genannt.
--
Gruß Werner

http://vera-lengsfeld.de/2017/03/12/viele-viele-bunte-einzelfaelle
Axel Berger
2017-04-06 17:58:06 UTC
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Post by Werner Holtfreter
So ist es.
Dann verstehe ich Deine Frage nicht.
--
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Axel Berger
2017-04-06 17:57:28 UTC
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Post by kay
Ich meine er bezog sich in der Hauptsache auf Aufputz-Materialien.
Kaum. Älteres Unterputzmaterail hatte vorn eine Blende und war hinten,
wo im montierten Zutand keiner drankommt, ohne jeden Berührungsschutz
völlig offen. Aufputzmaterial war schon immer in allseitig geschlossenen
Gehäusen.
--
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kay
2017-04-06 18:15:01 UTC
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Post by Axel Berger
Post by kay
Ich meine er bezog sich in der Hauptsache auf Aufputz-Materialien.
Kaum. Älteres Unterputzmaterail hatte vorn eine Blende und war hinten,
wo im montierten Zutand keiner drankommt, ohne jeden Berührungsschutz
völlig offen.
Bezüglich Schaltern und Steckdosen z.B. von ErGe aus den 80'n gebe ich
dir Recht. Aber spätestens seit den 90'n kamen IMHO die
Steckklemm-Systeme auf. Damit waren die UP-Einsätze dann auch besser
gekapselt.
Ich weiß jetzt nicht mehr welcher IP-Grad das ist, aber bei den alten
konnte man mit dem Finger an die Kontakte, bei den Steckklemmen nur noch
mit "Drahtdicken" Gegenständen.
Post by Axel Berger
Aufputzmaterial war schon immer in allseitig geschlossenen
Gehäusen.
Einspruch! Was Feuchtraum-AP angeht: Ja.

Aber das Normale AP-Material (er schrieb "Trockene Räume") war zur Wand
hin offen. Das wurde durch den Einsatz (Schalter/Steckdose) an die Wand
geschraubt und dann nur die Haube drauf gesetzt.

Und er bezog sich NUR auf letztere! AP-FR ist also Out-Of-Topic.

Kay
--
Posted via SN
Axel Berger
2017-04-07 08:33:05 UTC
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Post by kay
Einspruch! Was Feuchtraum-AP angeht: Ja.
Aber das Normale AP-Material (er schrieb "Trockene Räume")
war zur Wand hin offen.
Vermutlich hast Du recht. Da wo ich einkaufe, war alles
Aufputzmnaterial, das ich bewußt gesehen habe, auch feuchtraumtauglich.
Anderes kenne ich nicht.
--
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Lutz Schulze
2017-04-07 04:21:41 UTC
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Post by Axel Berger
Post by kay
Ich meine er bezog sich in der Hauptsache auf Aufputz-Materialien.
Kaum. Älteres Unterputzmaterail hatte vorn eine Blende und war hinten,
wo im montierten Zutand keiner drankommt, ohne jeden Berührungsschutz
völlig offen. Aufputzmaterial war schon immer in allseitig geschlossenen
Gehäusen.
Ich kenne noch AP-Schalter und AP-Steckdosen die hinten offen waren. Bei
brennbarem Untergrund (z.B. Holzwände) wurde dann eine Scheibe 'Kautasit'
untergebaut. Sicher gab es dafür eine exaktere Bezeichnung, das rötliche
asbesthaltige Material wurde aber umgangssprachlich so genannt.

Lutz
--
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Michel Sauter
2017-04-06 15:39:41 UTC
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Post by Werner Holtfreter
Hallo,
früher war Installationsmaterial wie Steckdosen, Schalter und
Sicherungsverteiler für trockene Räume zur Wand hin offen.
Ich wüsste gern einen sachlichen Grund dafür, dass heute alles
geschlossen sein muss.
früher gabs zum (hinten offenen) Schaltermaterial vom Hersteller als
Zubehör passende Isolierplatten. Weil: Zur Montage auf entzündlichem
Untergrund (Holz, Gips, Tapeten, etc.) sowie leitendem Untergrund
(Metallwände, -träger, etc.) musste so was dahinter montiert werden.
Tate aber kaum jemand, weil man das Zubehör erst extra bestellen /
besorgen musste und sonst nicht bei der Montage dabei hatte. Es gab
sogar "Fachleute", die wussten von solchen Zubehörteilen garnix. Als
Alternative wurde aber auch gern gleich AP-WD-Material verschafft, was
dann aber aus ästhetischen Gründen Unmut erregte.

Jetzt mit hinten geschlossenem AP-Schaltermaterial hat sich das wohl
erledigt und alle sind glücklich.

mfg
Michel
kay
2017-04-06 18:27:06 UTC
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Post by Michel Sauter
Post by Werner Holtfreter
Hallo,
früher war Installationsmaterial wie Steckdosen, Schalter und
Sicherungsverteiler für trockene Räume zur Wand hin offen.
Ich wüsste gern einen sachlichen Grund dafür, dass heute alles
geschlossen sein muss.
früher gabs zum (hinten offenen) Schaltermaterial vom Hersteller als
Zubehör passende Isolierplatten. Weil: Zur Montage auf entzündlichem
Untergrund (Holz, Gips, Tapeten, etc.) sowie leitendem Untergrund
(Metallwände, -träger, etc.) musste so was dahinter montiert werden.
War das nicht eher usus bei Materialien die deutlich älter waren als aus
den 70'n? Ich erinnere mich an alt-Anlagen wo hinter den
Licht"Dreh"schaltern und Steckdosen so ein Plättchen saß. Da dürfte auch
noch Klassische Nullung "modern" gewesen sein.

Die Platten erinnere ich als nicht sehr Stabil, Faserig und mir schießt
dabei Reflexartig das Wort "Bakelit" in den Sinn. Was nun auch kein
Großer Fortschritt gewesen ist.
Post by Michel Sauter
Tate aber kaum jemand, weil man das Zubehör erst extra bestellen /
besorgen musste und sonst nicht bei der Montage dabei hatte. Es gab
sogar "Fachleute", die wussten von solchen Zubehörteilen garnix. Als
Alternative wurde aber auch gern gleich AP-WD-Material verschafft, was
dann aber aus ästhetischen Gründen Unmut erregte.
Bei Holzwänden wurde darum m.W. auch gern der "Trick" mit dem
Flammhemmenden RiGips-Plättchen unter dem Schalter/Steckdose/Verteiler
her genommen.

Mich würde mal interessieren wie viele der Auf Rigips verbauten
AP-Materialien dann doch einen Brand verursachten - oder diesen doch
verhinderten/eindämmten. Ich zweifele jedoch ob das je in einer
Statistischen Erhebung gesondert untersucht wurde.

Es ist ja wohl nicht jede Rigips-Sorte flammhemmend ausgestattet
(gewesen)!? Und man sieht es einem kleinen Stück davon auch nicht
unmittelbar an, denke ich.

Kay
--
Posted via SN
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